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Urteil des Gerichtshofs (Vierte Kammer) vom 21. März 2019 (Vorabentscheidungsersuchen des Consiglio di Stato - Italien) – Mobit Soc. cons. arl/Regione Toscana (C-350/17), Autolinee Toscane SpA/Mobit Soc. cons. arl (C-351/17)

(Verbundene Rechtssachen C-350/17 und C-351/17)1

(Vorlage zur Vorabentscheidung – Verordnung [EG] Nr. 1370/2007 – Öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße – Art. 5 – Vergabe öffentlicher Dienstleistungsaufträge – Art. 5 Abs. 2 – Direktvergabe – Begriff „interner Betreiber“ – Behörde, die eine der Kontrolle über eigene Dienststellen entsprechende Kontrolle ausübt – Art. 8 Abs. 2 – Übergangsregelung – Laufzeit der Direktvergabe)

Verfahrenssprache: Italienisch

Vorlegendes Gericht

Consiglio di Stato

Parteien des Ausgangsverfahrens

(Rechtssache C-350/17)

Klägerin: Mobit Soc. cons. Arl

Beklagte: Regione Toscana

Beteiligte: Autolinee Toscane SpA, Régie Autonome des Transports Parisiens (RATP) (C-350/17)

(Rechtssache C-351/17)

Klägerin: Autolinee Toscane SpA

Beklagte: Mobit Soc. cons. Arl

Beteiligte: Regione Toscana, Régie Autonome des Transports Parisiens (RATP) (C-351/17)

Tenor

Art. 5 und Art. 8 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1370/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über öffentliche Personenverkehrsdienste auf Schiene und Straße und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 1191/69 und (EWG) Nr. 1107/70 des Rates sind dahin auszulegen, dass Art. 5 der Verordnung Nr. 1370/2007 auf ein vor dem 3. Dezember 2019 durchgeführtes Vergabeverfahren nicht anwendbar ist, so dass eine zuständige Behörde, die mit einer ein wettbewerbliches Vergabeverfahren abschließenden Vergabeentscheidung vor diesem Datum eine Konzession für öffentliche Personennahverkehrsdienste auf der Straße erteilt, diesen Art. 5 nicht einhalten muss.

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1     ABl. C 330 vom 2.10.2017.