Direktion Dolmetschen

Die Satzung und die Verfahrensordnung des Gerichtshofs der Europäischen Union enthalten eine genaue Sprachenregelung, die auf dem Begriff der Verfahrenssprache beruht.

Grundsätzlich wird die Verfahrenssprache vom Kläger unter den 24 Amtssprachen* der Europäischen Union gewählt. Um allen Bürgern gleichen Zugang zu den Unionsgerichten zu gewährleisten, muss sich jede Partei in ihrer eigenen Sprache ausdrücken können. Daher werden die öffentlichen Verhandlungen simultan gedolmetscht.

In Sitzungen des Gerichtshofs und des Gerichts sorgt die Direktion Dolmetschen, zu der etwa 70 ständig beschäftigte Dolmetscher gehören, für die Simultanverdolmetschung. Bei Bedarf greift sie auch auf erfahrene Free‑lance‑Dolmetscher zurück.

Die Zusammensetzung der Dolmetscherteams richtet sich nach der Verfahrenssprache, der Sprache der in der Sitzung vertretenen Mitgliedstaaten sowie dem Bedarf der Richter und etwaiger Besuchergruppen. Die Zahl der verwendeten Sprachen kann von Sitzung zu Sitzung variieren. Die Aufgabe eines Dolmetschers ist nicht mit der eines Rechts- und Sprachsachverständigen gleichzusetzen. Dolmetschen bedeutet nicht, einen schriftlichen Text zu übersetzen, sondern eine mündliche Aussage sinngetreu in eine andere Sprache als die des Redners zu übertragen. Der Dolmetscher arbeitet somit in Echtzeit und ermöglicht die Kommunikation zwischen dem Vortragenden und seinen Adressaten.

 

Für weitere Informationen: 

Hinweise für die Prozessvertreter

Sprachenregelung

Alle  Verwaltungsauskünfte für Hilfskonferenzdolmetscher (AIC) sind im

Webcalendar (en / fr) zu finden (klicken Sie auf „Cour de justice“)

Kontakt: interpret@curia.europa.eu

* Deutsch, Englisch, Bulgarisch, Dänisch, Spanisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, , Irisch, Italienisch, Kroatisch, Lettisch, Litauisch, Maltesisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Slowakisch, Slowenisch, Schwedisch, Tschechisch und Ungarisch.