Die Galerie
     
       

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pixelDie von einem Glasdach überspannte Galerie, die mit einer Länge von 300 Metern, einer Breite von 8 Metern und einer lichten Höhe von 9,85 Metern eine wahre Straße innerhalb des Gebäudekomplexes bildet, ist eine gelungene architektonische Lösung, mit der erreicht wird, dass die drei Erweiterungsbauten des ursprünglichen Palais aus den 80er und 90er Jahren besser angebunden sind und eine Verbindung zwischen den Gerichten und allen Diensten besteht.
Sie schafft eine Verbindung zwischen den neuen und den alten Gebäuden und gewährt überdies Zugang zu den beiden Türmen, zum Anneau, zu den Sitzungssälen des alten Palais und zur Bibliothek.

 
 

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Die Galerie gewährleistet so die Funktionalität des Gesamtkomplexes. Neben einer Reihe von Dienstleistungseinrichtungen (Bank, Zeitungskiosk, Restaurant mit Selbstbedienung) sind in ihr die Bibliothek und die Fortbildungsräume untergebracht.

 
       

Die Galerie

 

Die Galerie

 

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Die Galerie

   

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Der Zugang zu den Fortbildungsräumen

   

Der Zugang zu den Fortbildungsräumen

       
 

 Der Zugang zu den Fortbildungsräumen

 
       

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Außer den Richtern und Generalanwälten sind annähernd 2 000 Personen beim Gerichtshof beschäftigt. Die Mehrzahl von ihnen sind Beamte, die übrigen Bedienstete auf Zeit oder Vertragsbedienstete. Etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in den Sprachendiensten (Dolmetschen und vor allem Übersetzen), ein Viertel ist in den Kabinetten der Mitglieder des Unionsorgans tätig, und ein Viertel arbeitet in verschiedenen Diensten (Kanzleien, Bibliothek, Wissenschaftlicher Dienst und Dokumentation, Personaldienst, Finanzwesen, Informatik, Innerer Dienst, Presse und Information usw.).

Die Fortbildung spielt eine herausragende Rolle für die Personalführung. Durch sie werden den Beamten und Bediensteten die für ihre Tätigkeit erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt, und sie wird auch bei der Laufbahnentwicklung der Betroffenen berücksichtigt.
Die Sprachfortbildung steht an erster Stelle, was nicht überrascht bei einem Gemeinschaftsorgan, dessen Sprachenregelung durch uneingeschränkte Vielsprachigkeit gekennzeichnet ist. So entfielen von den 21 000 Tagen, die das gesamte Personal der beruflichen Fortbildung gewidmet hat, mehr als 4/5 auf die Sprachfortbildung. Der andere große Bereich betrifft Fortbildung in Bürotechnik und Informatik und richtet sich sowohl an neu eingestellte Beamte und Bedienstete als auch an bereits beim Gerichtshof tätige Beschäftigte, die sich ständig dem wachsenden Einsatz und den Entwicklungen der Informationstechnologien anpassen müssen.

 
 

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Um diesem Bedarf gerecht zu werden, wurden nicht weniger als 14 Lehrsäle mit einer Gesamtfläche von über 560 m² und mehr als zweihundert Plätzen vorgesehen. Diese Säle stehen auch dem Personal anderer in Luxemburg tätiger Gemeinschaftsorgane offen, da die Fortbildung üblicherweise gemeinsam von allen Gemeinschaftsorganen betrieben wird.

 
       
 

 Zugang zur Bibliothek

 
       

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corner-cour

pixelSchon im ersten Entwurfsstadium des Vorhabens wurde der Gestaltung der Bibliothek des neuen Palais besondere Bedeutung beigemessen, um ihre reichhaltigen Sammlungen und Dokumentationsmöglichkeiten voll zur Geltung zu bringen.
Auf einer Länge von 70 Metern an der Galerie gelegen, über deren gesamte Höhe sie sich erstreckt, nimmt die Bibliothek nun im Zentrum des Gebäudekomplexes die strategische Stellung ein, die ihrer Berufung entspricht. So stehen ihre in Europa wohl einzigartigen Bestände sowohl den beim Gerichtshof tätigen Juristen als auch hochrangigen auswärtigen Forschern zur Verfügung, die auf Antrag zugelassen werden.
Der dreistöckige Lesesaal ist – im Gegensatz zu der allzu oft mit einer Bibliothek verbundenen Vorstellung von einem nüchternen Raum – ein einladender und freundlicher Ort, dessen ruhige Atmosphäre dem Studium und der Forschung förderlich ist.

 
 

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Der Besucher wird auf der Ebene 00 vom Team des Helpdesk empfangen, das ihn berät und unterstützt. Dort kann er auch selbst den Online-Katalog und die sonstigen ihm zur Verfügung stehenden elektronischen Informationsquellen nutzen. Auf derselben Ebene befindet sich die „Referenzsammlung“ mit den am meisten verlangten Werken über das Unionsrecht. Außerdem befinden sich dort die Sammlungen von Monographien, die vollständigen Bestände der Zeitschriften zum Unionsrecht und die auf bereitgestellten Ständern zugänglichen Neuerwerbungen. Besonders zu erwähnen ist der durch Drehschränke ermöglichte direkte Zugriff auf die im laufenden Jahr erschienenen Ausgaben der gegenwärtig über 900 juristischen Zeitschriften und Periodika, die von der Bibliothek aus allen Ländern Europas und aus Ländern außerhalb Europas abonniert werden.

Die Ebene 01 bietet Einsichtnahme in die Bestände zur allgemeinen Rechtstheorie, zur Rechtsvergleichung und zum Völkerrecht sowie in einen Teil der Bestände zum Recht der Mitgliedstaaten, deren anderer Teil auf der Ebene 02 eingesehen werden kann.
 
       

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Bibliothek

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Der Zugang zur Bibliothek     

       
   

So haben Nutzer direkten Zugang zu einem Gesamtbestand von etwa 70 000 Bänden auf mehr als 3 500 laufenden Regalmetern der Bibliothek. Dies ist indessen nur ein Teil ihrer Schätze, da 80 000 weitere Bände, die sich auf Veröffentlichungen zum Recht bestimmter Drittstaaten, vollständige Ausgaben bestimmter Periodika (Amtsblätter der Mitgliedstaaten, Rechtsprechungssammlungen) und Wörterbücher verteilen, in Räumen des Turms B gelagert sind, die direkt durch einen Übergang aus der Ebene 01 des Lesesaals erreicht werden können.

 
 

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Um diese Bestände möglichst gut nutzen zu können, verfügt der Lesesaal über etwa 80 bequeme ergonomische Leseplätze, die auf die drei Ebenen verteilt sind. Zu den eifrigsten Nutzern zählen die Mitarbeiter der Mitglieder der beiden Unionsgerichte und die Juristen des Wissenschaftlichen Dienstes und der Dokumentation, dem zweiten Pfeiler der Generaldirektion, zu der die Bibliothek gehört. Diese Juristen, deren Aufgabe es ist, die Rechtsfindung wissenschaftlich zu unterstützen, leisten durch die vertiefende Untersuchung von Fragen des Unionsrechts, des Völkerrechts und des vergleichenden Rechts Vorarbeit für die Überlegungen, die zu den richterlichen Entscheidungen führen. Bibliothek auf der einen und Wissenschaftlicher Dienst und Dokumentation auf der anderen Seite arbeiten somit eng zusammen, beruhen die Untersuchungen des Wissenschaftlichen Dienstes und der Dokumentation doch ganz wesentlich auf dem von der Bibliothek gelieferten Material.

Die Unterbringung der Bibliothek in ihren neuen Räumen ist ein wichtiger Meilenstein in ihrer Entwicklung, da damit eine optimale Nutzung ihrer Bestände ermöglicht und ihr der Platz bereitgestellt wird, den das insbesondere im Bereich des Unionsrechts rapide Anwachsen der Rechtsliteratur erfordert.