Thomas von Danwitz
Vizepräsident
Leben und Karriere
Geboren 1962 in Bedburg/Erft (Deutschland) studiert Thomas von Danwitz an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Deutschland), wo er 1986 sein Erstes Juristisches Staatsexamen ablegt, und an der Université de Genève (Universität Genf, Schweiz). Er promoviert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und erwirbt 1988 den Doktorgrad in Rechtswissenschaften. An der École nationale dʼadministration (Nationale Verwaltungshochschule, Frankreich) erwirbt er 1990 das Diplôme international dʼadministration publique. 1992 schließt er sein Referendariat in Köln (Deutschland) mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen ab und habilitiert sich 1996 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig ist.
Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf dem deutschen öffentlichen Recht und dem Europarecht, was er von 1996 bis 2003 als Professor an der Ruhr-Universität Bochum (Deutschland) lehrt. Dort ist er von 2000 bis 2001 auch Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät. Von 2003 bis 2006 lehrt er an der Universität zu Köln (Deutschland), wo er 2006 Direktor des Instituts für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre wird.
Seine akademische Laufbahn führt ihn im Jahr 2000 auch als Gastprofessor an die Fletcher School of Law and Diplomacy der Tufts University (USA), zwischen 2001 und 2006 an die Université François Rabelais de Tours (Frankreich) und 2005 und 2006 an die Université de Paris I Panthéon-Sorbonne (Frankreich). Im Jahr 2005 forscht und lehrt er an der University of California, Berkeley (USA). 2004 wird er Mitglied der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentags, bei der er bis 2014 mitwirkt.
Er wird am 7. Oktober 2006 zum Richter am Gerichtshof ernannt und von seinen Richterkollegen für die Zeit vom 9. Oktober 2012 bis zum 8. Oktober 2018 zum Kammerpräsidenten gewählt. Seit dem 8. Oktober 2024 ist Thomas von Danwitz Vizepräsident des Gerichtshofs.
Mitgliedschaften bei Stiftungen, Organisationen und Einrichtungen auf juristischem, kulturellem, künstlerischem, sozialem oder karitativem Gebiet
Mitglied der International Academy of Comparative Law (IACL)
Mitglied der Versammlung der Kuratoren des Instituts für Europäische Politik (IEP)
Mitglied des Kuratoriums des Max-Planck Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i. Br.
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Il Diritto dell’Unione Europea
Mitherausgeber des Deutschen Verwaltungsblatts (DVBl)
Ehrentitel und Auszeichnungen
Ehrendoktor, Université François Rabelais de Tours (2010)
Ritter des Ordre national du Mérite de la République française (2002)
