Bundesgerichtshof, Urteil vom 18. Februar 2025 - X ZR 68/24

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Številka ECLI ECLI:DE:BGH:2025:180225UXZR68.24.0
Številka ELI http://data.europa.eu/eli/dir/2015/2302/oj
Jezik izvirnika odločbe allemand
Datum dokumenta 18/02/2025
Sodišče, ki je avtor Bundesgerichtshof (DE)
Področje
  • Varstvo potrošnikov
Področje EUROVOC
  • povrnitev škode
  • koronavirusna bolezen
  • paketno potovanje
Določba nacionalnega prava

Bürgerliches Gesetzbuch: §§ 314, 645, 648a, 651h Abs. 1 Satz 3, 651h Abs. 2 Satz 2, 651h Abs. 4 Satz 1 Nr. 2

Navedena določba prava Unije
Določba mednarodnega prava -
Opis

Pauschalreisevertrag über eine Kreuzfahrt: Entschädigungsanspruch des Reiseveranstalters und Ansprüche des Reisenden bei Verweigerung der Einschiffung wegen des Verdachts einer Corona-Infektion aufgrund eines positiven PCR-Tests bei einer mitreisenden Person und anschließendem Reiserücktritt - 1. Umstände, die in die Risikosphäre einer Vertragspartei fallen, sind grundsätzlich keine unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstände im Sinne von § 651h Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 BGB. 2. Ein der Risikosphäre des Reisenden zuzurechnender Grund liegt grundsätzlich vor, wenn der Reisende zur Teilnahme an der Reise nicht in der Lage ist, weil seine Gesundheit ihm dies nicht erlaubt (Bestätigung von BGH, Urteil vom 16. Mai 2017 - X ZR 142/15, NJW 2017, 2677 Rn. 15). Dasselbe gilt, wenn ein begründeter Verdacht auf eine Covid-19-Infektion einer Teilnahme an der Reise entgegensteht. 3. Wenn der Reiseveranstalter die Reiseleistung aus Gründen verweigert, die einer Teilnahme an der Reise entgegenstehen und die allein in der Person des Reisenden liegen, steht ihm in entsprechender Anwendung von § 651h Abs. 1 Satz 3 BGB ein Entschädigungsanspruch zu. 4. Die Regeln über die reiserechtliche Gewährleistung haben Vorrang vor den Regelungen des allgemeinen Leistungsstörungsrechts (Bestätigung von BGH, Urteil vom 14. Februar 2023 - X ZR 18/22, RRa 2023, 116 = NJW-RR 2023, 755 Rn. 30). 5. Deshalb kommt eine entsprechende Anwendung von § 645, § 648a oder § 314 BGB auf einen Reisevertrag im Falle von Leistungshindernissen nicht in Betracht.