Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. November 2025 - 2 StR 224/25

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Pressmeddelandet i fulltext -
ECLI-nummer ECLI:DE:BGH:2025:191125U2STR224.25.1
ELI-nummer http://data.europa.eu/eli/reg/2014/596/oj
Avgörandets originalspråk allemand
Dokumentets datum 19/11/2025
Bidragande domstol Bundesgerichtshof (DE)
Ämne -
EUROVOC-ämne
  • straffrätt
  • ekonomiskt brott
  • marknadsmissbruk
  • insiderhandel
  • fondbörs
  • värdepapper
Nationell bestämmelse

Strafgesetzbuch: § 15; Wertpapierhandelsgesetz: §§ 38 Abs. 3 Nr. 1, 119 Abs. 3 Nr. 1, 119 Abs. 3 Nr. 2 Alt. 2, 119 Abs. 3 Nr. 3

Citerad unionsrättslig bestämmelse
Internationell bestämmelse -
Beskrivning

Voraussetzungen einer Strafbarkeit wegen Tätigens von Insidergeschäften - 1. Der Adressat einer auf der Grundlage von Insiderinformationen erteilten Empfehlung unterliegt nach der Sonderregelung des Art. 8 Abs. 3 MAR dem insiderrechtlichen Erwerbs- und Veräußerungsverbot, selbst wenn die Empfehlung nicht mit der Mitteilung der Insiderinformation einhergeht. 2. Für die Verwirklichung des Tatbestandes von § 119 Abs. 3 WpHG ist nach allgemeinen strafrechtlichen Grundsätzen (§ 15 StGB) erforderlich, aber auch ausreichend, dass der Täter wenigstens mit Eventualvorsatz im Hinblick auf alle gesetzlichen Tatbestandsmerkmale handelt. Aus Art. 14 Buchst. a), Art. 8 Abs. 3 MAR ergeben sich keine weitergehenden Anforderungen an die subjektive Tatseite; gleiches gilt für Art. 14 Buchst. c), Art. 10 Abs. 2 MAR. 3. Eine Strafbarkeit nach § 119 Abs. 3 Nr. 2 Alt. 2 WpHG in Verbindung mit Art. 14 Buchst. b), Art. 8 Abs. 2 und 4 MAR setzt voraus, dass der Verleitende selbst über eine Insiderinformation im Sinne des Art. 7 Abs. 1 und 2 MAR verfügt.