Raum Mary Robinson
Mary Robinson (geb. 1944) ist eine irische Juristin, Wissenschaftlerin, Politikerin und Diplomatin, die erste Präsidentin Irlands und ehemalige Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Mit 25 Jahren wird sie zur Reid-Professorin für Strafrecht am Trinity College Dublin ernannt, wo sie auch andere Fächer unterrichtet, darunter Verfassungsrecht und Gemeinschaftsrecht. Im Jahr 1988 gründet sie das Irish Centre for European Law (Irisches Zentrum für Europarecht). Als anerkannte Juristin und leidenschaftliche Verfechterin der Menschenrechte wird sie in die Royal Irish Academy gewählt. Auf politischer Ebene ist sie 20 Jahre lang Mitglied des Seanad Éireann (irischer Senat) und wird 1990 die erste Präsidentin Irlands. In diesen Ämtern setzt sie sich für die Grundrechte und die Gleichstellung von Frauen und Männern ein und unterstützt insbesondere die Liberalisierung des Zugangs zu Verhütungsmitteln, die Entkriminalisierung von Homosexualität und die Legalisierung der Scheidung. 1997 wird sie zur Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte ernannt und setzt sich insbesondere in Konfliktgebieten für den Schutz der Menschenrechte ein. In der Folge wird sie Gründungsmitglied der Organisation „The Elders“, einer Gruppe ehemaliger international bekannter Staatsmänner und -frauen, die sich für Frieden und Menschenrechte einsetzen. Auch heute engagiert sie sich weiterhin, insbesondere im Kampf gegen den Klimawandel.
