Empfangsbereich Helvi Sipilä
Helvi Sipilä (1915–2009) stammt aus einer Bauernfamilie und ist eine der ersten Frauen, die in Finnland den Rechtsanwaltsberuf ausüben. Im Jahr 1972 wird sie als erste Frau in das Amt des stellvertretenden Generalsekretärs der Vereinten Nationen ernannt. Dort leitet sie das Center for Social Development and Humanitarian Affairs (Abteilung für soziale Entwicklung und humanitäre Angelegenheiten) und organisiert 1975 die erste Weltfrauenkonferenz. Sie übt großen Einfluss auf die Entscheidung der Vereinten Nationen aus, das Internationale Jahr der Frau zu begehen und den Entwicklungsfonds für Frauen (UNIFEM) zu gründen. Sie ist Leiterin mehrerer internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (Weltvereinigung der Pfadfinderinnen), die International Federation of Women Lawyers (internationale Föderation weiblicher Rechtsanwälte), Zonta International und der Internationale Frauenrat, und ist 1982 zudem die erste Frau, die bei den finnischen Präsidentschaftswahlen kandidiert. Im Jahr 2001 verleiht ihr die Präsidentin der Republik Finnland den Ehrentitel einer Ministerin. Sie gilt nach wie vor als Symbol für den Kampf um die Gleichstellung von Frauen und Männern, sowohl auf internationaler Ebene als auch in ihrem Heimatland.
