Andria Buhagiar

Richterin

Leben und Karriere

Frau Andria Buhagiar wurde 1979 in Attard (Malta) geboren. Sie studierte an der L-Università ta' Malta (Universität Malta), wo sie 2000 einen Bachelor of Arts (B.A.) in Rechtswissenschaften und Philosophie, 2003 den Doktor der Rechtswissenschaften (LL.D.) und 2004 einen Magister Juris (M. Jur.) im Recht der Europäischen Union und in Rechtsvergleichung erwarb.

Frau Buhagiar wurde 2004 in Malta als Rechtsanwältin zugelassen. Sie begann ihre berufliche Laufbahn in der Wettbewerbsbehörde, die seinerzeit der Abteilung Verbraucher und Wettbewerb des maltesischen Ministeriums für Wettbewerbsfähigkeit und Kommunikation unterstand. Sie war dort bis 2007 tätig.

Von 2007 bis 2019 gehörte Frau Buhagiar als Juristin zum Stab des maltesischen Generalstaatsanwalts. Sie vertrat die maltesische Regierung in zahlreichen Verfahren vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, aber auch vor maltesischen Gerichten, wenn Rechtsstreitigkeiten das Unionsrecht betrafen.

Gleichzeitig war Frau Buhagiar von 2008 bis 2012 an der L-Università ta' Malta als Lehrbeauftragte (Wettbewerbsrecht der Europäischen Union und Recht des geistigen Eigentums) und in Prüfungsausschüssen für Abschlussarbeiten zum Thema Wettbewerbsrecht tätig.

2020 wurde Frau Buhagiar zur beigeordneten Staatsanwältin ernannt. In dieser Eigenschaft war sie insbesondere leitende Rechtsberaterin der maltesischen Regierung in Fragen des Unionsrechts und Bevollmächtigte Maltas vor dem Gerichtshof der Europäischen Union.

Frau Buhagiar war gleichzeitig auch Mitglied des Ausschusses der Rechtsanwälte und Staatsanwälte Maltas. Als Mitglied dieses Ausschusses beteiligte sie sich an der Prüfung von Fragen zur Organisation und zur Ausübung von Rechtsberufen, an Überlegungen zu den für Rechtsberufe geltenden Standes- und Berufsregeln und an Arbeiten zur Förderung der ordnungsgemäßen Rechtspflege und der Einhaltung der Berufsregeln. Sie übte diese Funktion bis 2026 aus.

Am 7. Oktober 2026 wurde Frau Buhagiar zur Richterin am Gericht der Europäischen Union ernannt.